Herzlich willkommen bei den Schiedsrichtern im KFV Stormarn

"Die Leistung eines Schiedsrichters ist mit irdischen Gütern nicht zu bezahlen." Mit den Worten des ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichters Walter Eschweiler im Hinterkopf haben es sich die Schiedsrichter im Kreisfußballverband Stormarn zum Ziel gesetzt, ihre Leistung stetig zu fördern und zu steigern, denn "wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein". Trotzdem kann und wird man sicherlich immer über Schiedsricher-Entscheidungen zu diskutieren haben, da aus verschiedenen Blickwinkeln die Entscheidungen häufig ganz verschieden aussehen.

Diese Internetseite soll ein Teil der Leistungsförderung und -entwicklung sein. Viele für uns Schiedsrichter interessante Informationen sind abrufbar. Der nächste Lehrabendtermin wird bekanntgegeben, zusätzlich kann man seine Regelkenntnis mit den im KFV Stormarn herausgegebenen Regeltesten schulen und vieles mehr. Du möchtest Schiedsrichter werden? Alle Informationen zum Anwärterlehrgang bekommst du auf dieser Seite, ebenso findest du deine Ansprechpartner in den Vereinen. Viel Spaß beim Besuchen unserer Internetpräsenz.

Herzlichst,

Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses



07.08.2017
 

Stormarns Schiedsrichter im Wahlmodus

Die Stormarner Schiedsrichtergemeinschaft hatte die Wahl – und bestätigt ihren KSO im Amt

Vor einem Kreistag im KFV Stormarn ist es Tradition, dass die Stormarner Schiedsrichter in einer inoffiziellen „Vorwahl“ bereits ihren Willen feststellen, welche Sportler sie sich für ihren Schiedsrichterausschuss wünschen. Diese kandidieren anschließend beim nachfolgenden Kreistag, der in diesem Jahr am 15. Oktober stattfindet.

Für die „Vorwahl“ kam es in diesem Jahr zu einer Besonderheit für die Schiedsrichter. Gleich zwei Kandidaten stellten sich für das Amt des Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses (KSO) zur Wahl. Neben dem Amtsinhaber Björn Gustke vom SV Eichede, der seit zwei Jahren die Schiedsrichtergruppe mit seinem Team anführt, stellte sich Andreas Raschka vom SSV Großensee zur Wahl.

Bevor es zur Abstimmung zwischen den beiden Kandidaten kam, stellten beide ihre Vorstellungen für die zwei Jahre andauernde kommende Wahlperiode vor. Anschließend standen sie den Schiedsrichtern in einer vom Verbandsschiedsrichterobmann Holger Wohlers moderierten Fragerunde Rede und Antwort.

Herausforderer Raschka forderte, dass die Kreisligaschiedsrichter zukünftig durch Leistung überzeugen müssten. Amtsinhaber Gustke konterte im durchweg fair geführten Wahlkampf, dass auch die jetzigen Kreisligaschiedsrichter eine sehr gute Leistung zeigen würden und ein „Aussortieren der älteren Schiedsrichter“ auf die Dauer zu einer großen Diskontinuität führen würde, da junge Schiedsrichter meist die Kreisliga nur als Durchgangsstation für höhere Aufgaben sehen würden. Es müsse einen grundsoliden Unterbau mit erfahrenen Schiedsrichtern geben, die viel Erfahrung in der Kreisliga haben, so KSO Gustke. Er erteile einer pauschalen Altershöchstgrenze für Schiedsrichter daher eine Absage, vielmehr müsse bei jedem Schiedsrichter individuell geschaut werden, ob er noch in der Lage sei, Spiele in einer entsprechenden Spielklasse zu leiten.

Ein zentraler Punkt in den Konzepten beider Kandidaten war das Thema Förderung von Schiedsrichtern. Während Herausforderer Raschka hier den Lehrwart in der Pflicht sieht, die Förderung zu übernehmen und sich selbst eher im Hintergrund halten wolle, machte KSO Gustke deutlich, dass seiner Meinung nach eine abgesprochene Aufgabenverteilung zwar notwendig sei, diese aber nicht nach Amtstiteln bemessen werden dürfe, sondern nach der persönlichen Einsatzbereitschaft. Insofern wies er die Kritik seines Herausforderers, selbst auch neben dem Lehrwart an Förderungsmaßnahmen mitzuwirken, zurück.

Gustke bekräftigte, dass das bisherige Förderkonzept der vergangenen zwei Jahre weiter fortgeführt werden solle. Dieses umfasst einen Förderkader für die etwas erfahreneren jungen Schiedsrichter, die auf dem Sprung in den Seniorenbereich und/oder die Verbandsspielklassen stehen und entsprechend erhöhte Anforderungen stellt, damit man auf Verbandsebene bestehen kann. Dazu gibt es einen sogenannten Nachwuchskader, der für talentierte Jungschiedsrichter ab dreizehn Jahren eine Förderung vorsieht, die allerdings den komplexen Themen des Förderkaders altersbedingt noch nicht folgen können. Eine Unterscheidung sei notwendig, so KSO Gustke, damit bei den ganz jungen Talenten kein Frust einsetze, den hohen Anforderungen an Verbandsschiedsrichter nicht gerecht zu werden. Vielmehr wolle er jeden Schiedsrichter so fördern, dass er mit Spaß und Motivation die Lust an seinem Ehrenamt behält. Dies schien insbesondere die anwesenden jungen Schiedsrichter zu überzeugen, die dieses Konzept lautstark mit Beifall bekundeten.

In einer anschließend stattfindenden geheimen Wahl konnte sich Amtsinhaber Gustke mit 55 Stimmen gegen Herausforderer Raschka, der 27 Stimmen erhielt, durchsetzen. KSO Gustke will sich nun am 15. Oktober 2017 auf dem Kreistag des KFV Stormarn zur Wahl stellen. „Der Fußball nimmt keine Rücksicht darauf, ob auch die Schiedsrichter moderner werden. Ich freue mich sehr, dass die Schiedsrichter des Kreises dies erkennen und daher den Weg einer modernen und zeitgemäßen Schiedsrichtergruppe, bei der keiner unter den Tisch fällt, weitergehen wollen“, sagt KSO Gustke.

Anschließend wurden noch in offenen Wahlen die drei Beisitzer im Schiedsrichterausschuss, Michael Spitzmacher (Lehrwart), Claus Oberlader (Schiedsrichteransetzer) und Roni Schwoy (Beobachtungswart) als einzige Kandidaten im Amt bestätigt. Neu in den Schiedsrichterausschuss wurde David Krausser vom SSV Großensee gewählt. Er wird zukünftig für die Koordination des Tandempfeifens, der praktischen Ausbildung und Betreuung der Schiedsrichteranwärter nach ihrer Ausbildung, zuständig sein.


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